Kann man Comedy überhaupt lernen? Natürlich, aber wie viele kreative Berufe braucht es Lehrer mit großer Kompetenz und viel praktischer Erfahrung.
NightWash unter Leitung von KJ Deuser hat sich von Beginn an das Ziel gesetzt Comedians und vor allem Stand-Up Comedians zu entdecken und zu fördern.
2000 fing das Projekt mit einer Live-Show aus einem Kölner Waschsalon an, was schnell zu DEM Sprungbrett für „neue Gesichter“ in Deutschland wurde.
2001 startete die regelmäßige TV-Show mit bisher über 160 Sendungen.
2004 folgte die erste Deutschland Tour und seit 2006 gibt es in fast ganz Deutschland regelmäßige NightWash-Clubs.
Schon in der Anfangszeit hat KJ Deuser für etliche Comedians sehr erfolgreich ein Einzelcoaching übernommen.
Hieraus ist letztendlich die Idee entstanden eine regelmäßige NW-School für Comedy und Stand-Up Comedy aufzubauen.
In der Anfangszeit wird es Wochenendkurse von namhaften Comedians zu unterschiedlichen Themengebieten geben, mit dem Ziel den Teilnehmern das nötige Rüstzeug für den Job des "Comedians" mit auf den Weg zu geben. Neben der inhaltlichen Arbeit wird die NW-School den Kursteilnehmern zusätzlich Informationen zum Thema "Comedy-Business" vermitteln. Wo, wie, wann kann man arbeiten? Wie sehen die finanziellen Möglichkeiten aus? Wie und wo muss man sich präsentieren, etc.
Die NW-School versteht sich, wie das ganze NW-Projekt, als eine Förderung von Jungprofis. So sind in einigen Kursen Auftrittserfahrungen und vorhandene Texte Voraussetzung. Langfristig sind auch regelmäßige Jahreskurse bei der NW-School geplant.
2009
Im Sommer 2009 werden KJ Deuser (Stand-Up), "Ausbilder Schmidt" Holger Müller (Figurencomedy), Marius Jung (Bühnenpräsenz) und Sascha Korf (Stand-Up und Impro) die ersten Kurse abhalten. Zusätzlich wird KJ Deuser jeden Kurs mit einem Referat zum Thema: "Das Comedybusiness" begleiten. Die Kurse finden in Köln statt und gehen von Freitagnachmittag bis Sonntagabend.
Die nächsten Termine:
14. bis 16. August 2009 - Sascha Korf (AUSGEBUCHT)
Ein Kurs kostet pro Person 248.- € inkl. MWSt Die Zeiten im Überblick: Freitag: 15.00-19.00 Uhr Samstag: 10.00-18.00 Uhr Sonntag: 10.00-17.00 Uhr
Bei Fragen oder Anregungen könnt Ihr gerne mit uns Kontakt aufnehmen, einfach per Mail an :school@nightwash.de Weitere Termine sind in Planung, unter anderem auch zu weiteren Themen, wie Texteschreiben und weiteres... lasst Euch überraschen.
Die Dozenten im Überblick:
Sascha Korf
erster Termin: 14.08.-16.08. 2009
In meinem Block geht es um Improvisation, Spontaneität und Interaktion.
Wann kann man aus seinem Stand-Up aussteigen und wie weit darf man in der Interaktion mit dem Publikum gehen.
Und wie viel Spontaneität verträgt eine Moderation. Außerdem werden verschiedene Arten der Moderation ausprobiert und getestet.
Klaus-Jürgen Deuser
Angefangen habe ich meine Arbeit als Coach vor 15 Jahren mit der Regie für zwei Jugendmusicals. Nach und nach begann ich mit Einzelcoaching von Managern. Seit der Gründung des Projektes NightWash im Jahre 2000 habe ich mich zusätzlich intensiv mit dem Coaching neuer Comedy-Talente beschäftigt. 2003 und 2005 war ich Headcoach der Sat 1-Show „Starsearch“ und seit 2008 schreibe ich in meinem Blog „Deuser or Die“ regelmäßig über das Comedybusiness, über das ich jetzt auch erste Vorlesungen halte.
Das Faszinierende an Stand-Up Comedy ist die komplexe Einfachheit. Man lacht oder man lacht nicht. Es gibt grundlegende Regeln, aber die individuellen Variationsmöglichkeiten sind enorm.
Dieser Kurs versteht sich als ein Coachingkurs, d.h. es wird anhand vorhandener Nummern nach individuellen Optimierungsmöglichkeiten gesucht. Daher sind eigene Texte Voraussetzung für diesen Kurs.
Doch bei aller Arbeit sollte man als Comedian eins nie vergessen, ohne Spaß und Leidenschaft geht in diesem Job nichts!!
Der Comedian Holger Müller verkörpert seit 2001 erfolgreich die Figur Ausbilder Schmidt. Holger Müller war schon mehrfach als Coach für div. Industriejobs und für den Bund Deutsches Amateurtheater tätig. In seinem Kurs "Figurenarbeit" werden Figuren entwickelt. Lebenslauf, Ahnengalerie, Sprache, Bewegung, Eigenheiten, Persönichkeiten. Auf Basis der Improvistation wird versucht der Figur Leben "einzuhauchen". "Wie schreibe ich Texte für eine Figur?" wird anhand von einigen Übungen gefördert. Was können Figuren für Wege einschlagen, was sind ihre Themen und ihre Zielgruppen, was ihr Medium? Neben viel Spaß und viel Praxis gibts auch etwas Theorie. Und bei Ausbilder Schmidt hört da ja bestimmt jeder zu...!
Marius Jung
erster Termin: 03.07.-05.07. 2009
Der Begriff "Bühnenpräsenz" wird heutzutage ja schon fast inflationär
gebraucht, Marius Jung jedoch widmet sich diesem Thema mit seiner
langjährigen Bühnen- und Coaching-Erfahrung in einer ernsthaften und
intensiven Weise, die dieses Thema betreffend einzigartig ist im
deutschsprachigen Raum und bisherige Teilnemer dieses Workshops
ausnahmslos begeistert hat.
Der erste Eindruck ist, wie ein jeder weiß, sehr wichtig. So ist es
natürlich auch auf der Bühne. In der ersten Minute etablieren wir
unsere Bühnenfigur. Wir machen unsere Grundhaltung klar. „Grund“
genug, sich mit dem Auftritt auseinander zu setzen.
Ein guter Text und perfektes Timing machen einen Act witzig. Aber
wirklicher Spass kommt erst auf, wenn eine klare Haltung von Anfang
an zu erkennen ist. Der Mensch fällt sein erstes Urteil sehr schnell.
Ist die Haltung uneindeutig, setzt das Publikum kein Vertrauen in den
Act. Anhand verschiedener Übungen gilt es, eine Bühnenpräsenz und
somit Sicherheit neben der Nummer zu erlangen.
Kursablauf:
Nach dem gemeinsamen Warm-Up wird in Gruppen- und Einzelübungen
gearbeitet zu den Themen Spannungsbogen / Spannung halten,
Körpersprache, Energielevel, Status (!), Spontanität, Sicherheit,
Ausstrahlung, Sensibilisierung, Überzeugungskraft. Jeder Teilnehmer
absolviert Übungen einzeln vor der Gruppe als Feedback-Publikum.
Nicht selten weichen die Eindrücke, die Künstler von Ihrer eigenen
Darbietung haben, von den Eindrücken, die das Publikum tatsächlich
hat, ab. Dieser Workshop bietet auch die Gelegenheit, hier einen
ehrlichen "Spiegel" vorgehalten zu bekommen und sich auszuprobieren,
was in dieser Weise im realen "Bühnenalltag" sonst kaum möglich ist.
Es wird nicht an Texten gearbeitet, ausschließlich an der Präsenz,
Körpersprache und den obengenannten Inhalten. Jedes Detail ist
wichtig. Sobald man die Bühne betritt, steht man unter "Beobachtung".
Jede Bewegung, jeder Blick, jedes Handeln oder Nichthandeln wird vom
Publikum registriert und (oft unbewußt) bewertet. Dennoch haben
selbst gestandene Bühnenprofis erschreckend oft hierfür ein zu
geringes Bewußtsein oder es fehlt Ihnen mangels qualifizierter und
ehrlicher Rückmeldung an Möglichkeiten, an diesen grundlegenden
Elementen Ihrer Performance zu arbeiten. Der Workshop soll hier Wege
aufzeigen, ein Bewußtsein zu entwickeln, das letztlich zu einer
möglichst natürlichen, wahrhaftigen und somit glaubwürdigen
Performance verhilft. Die hierdurch gesteigerte Sicherheit und
Überzeugungskraft auf der Bühne ermöglicht dann im Idealfall ein
freies, natürliches Spiel, jedoch mit der unsichtbaren Kontrolle im
"Hinterkopf" Für diesen Kurs bedarf es keiner Vorbereítung.